Infoblatt Bahnhof
• Der Flughafen Berlin Brandenburg verfügt über einen 6-gleisigen Bahnhof mit drei Bahnsteigen direkt unter dem Terminal mit exzellenten Verbindungen ins Berliner Zentrum und ins Umland. Das Ziel der Planer: Jeder zweite Reisende kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum neuen Flughafen.
• Der Bahnhof besteht aus zwei Abschnitten: einem 6-gleisigen, 285 m langen, 60 m breiten und 10 m tiefen Abschnitt, der über zwei S-Bahn-Gleise mit Mittelbahnsteig und vier Fernbahn-Gleise mit zwei Mittelbahnsteigen verfügt. Und einem 4-gleisigen, 130 m langen, 45 m breiten und 10 m tiefen Abschnitt, der über vier Fernbahn-Gleise mit zwei Mittelbahnsteigen verfügt. Diese beiden Bahnsteige sind 405 Meter lang, so dass ein doppelter ICE dort halten kann.
• Schienenanbindung: Die S-Bahn endet im Bahnhof und fährt wieder zurück zum Bahnhof Schönefeld. Die Fernbahn fährt durch den Bahnhof durch und trifft 7 Kilometer weiter östlich auf die bestehende Strecke der Görlitzer Bahn.
• Der Bahnhof garantiert kürzeste Wege. Die Fahrgäste kommen mit der S-Bahn, Regionalbahn oder dem Fernverkehr an und fahren direkt mit der Rolltreppe oder dem Fahrstuhl ins Terminal. Von der Ankunft bis zum Check-in-Schalter werden nur fünf Minuten benötigt.
• Airport-Express: Schon heute verbindet der Airport-Express den Flughafen Schönefeld mit dem Berliner Stadtzentrum. Fahrzeit: eine knappe halbe Stunde.
• Airport-Shuttle: Der Airport-Shuttle, ein spezieller Schnellzug, soll den Flughafen Berlin Brandenburg mit dem Berliner Stadtzentrum verbinden. Zahlreiche S-Bahn- und Busverbindungen ergänzen das Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr.
• Regional- und Fernverkehr: Die Deutsche Bahn wird den Flughafen in ihr Streckennetz aufnehmen und für regionale und internationale Verbindungen vor allem nach Polen und Tschechien sorgen. Die Schienenverkehrstrassen von und zum Flughafen Berlin Brandenburg sind uneingeschränkt ICE-tauglich.
• Die Arbeiten am ersten 185 Meter langen Teilabschnitt des Bahnhofsrohbaus sind termingerecht abgeschlossen. Dieser Abschnitt bildet das Fundament für das Terminal. Insgesamt wird der unterirdische Bahnhof 405 Meter lang und 60 Meter breit und verfügt über zwei Bahnsteige für den Regional- und Fernverkehr sowie einen S-Bahnsteig.
• Der Rohbau wird von einer Mittelstands-Arbeitsgemeinschaft (Arge) ausgeführt. Die Arge setzt sich aus Schälerbau Berlin, Berger Bau, Niederlassung Berlin, Bleck & Söhne Hoch- und Tiefbau, Berlin, sowie Ingenieurbau Gesellschaft mbH, Berlin, zusammen. Am Bau des Bahnhofes sind seitens der Mittelstandsarbeitsgemeinschaft 430 Mitarbeiter tätig.
• Mit den Verbau- und Erdarbeiten für den Bahnhof wurde im März 2007 begonnen. Der erste Beton kam Ende Juni 2007 für die Bohrpfähle zum Einsatz, der letzte Beton floss im Juni 2008 in die Deckenplatte. Für die Herstellung des Bahnhofes wurden 53.000 Kubikmeter Beton eingebaut. Außerdem wurden für den Rohbau 5800 Tonnen Bewehrungsstahl eingebaut.
• Eine besondere Herausforderung für die Planer stellte die unterschiedliche Elektrifizierung der Züge im unterirdischen Bahnhof und Tunnel dar. Regional- und Fernbahn fahren mit 15.000 Volt Wechselstromspannung in Deckenstromschienen, die S-Bahn dagegen mit 825 Volt Gleichstromspannung in Stromschienen an den Gleisen. Dadurch werden unterschiedliche Magnetfelder erzeugt, die die Technik der Flugzeuge und Geräte im Terminal beeinflussen könnten.
• Die Bauarbeiten am Bahnhof gehen in den nächsten zwei Jahren zügig weiter. In der zweiten Jahreshälfte 2009 werden die Berliner Flughäfen den Rohbau des Bahnhofes und die östlichen Tunnelbauwerke einschließlich des Tunnelmunds an die Bahn übergeben. Mitte 2010 wird der westliche Tunnel unter dem künftigen Rollfeld an die Bahn übergeben.
• Die Kosten der Schienenanbindung des Flughafen Berlin Brandenburg belaufen sich auf rund 636 Millionen Euro. Berlin und Brandenburg tragen je 30 Millionen Euro bei, 576 Millionen Euro kommen vom Bund.